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Haglund-Exostose / dorsaler Fersensporn

Zunächst wird mit einer nicht-operativen Therapie begonnen, bei der sowohl Physiotherapie mit Dehnung der gesamten  Muskel- und Bindegewebekette an Wade und Fuß, als auch exzentrische Kräftigung der Wadenmuskulatur zur Anwendung kommen. Auch die zusätzliche Infiltration körpereigener Wachstumsfaktoren (ACP) stellt eine Behandlungsoption dar.

Bei nicht ausreichender Beschwerdebesserung sollte eine chirurgische Maßnahme zur Ursachenbehebung des mechanischen Konfliktes durch die Exostose auf die Achillessehne in Erwägung gezogen werden.

Hierbei wird zum einen die Entfernung des entzündeten Schleimbeutels zwischen Knochen und Sehne (Bursitis subachillea) durchgeführt. Zusätzlich wird eine besondere Prominenz des Fersenbeines nach hinten (Haglund-Exostose) operativ abgetragen ohne die Achillessehne wesentlich zu beeinträchtigen.

Liegt hingegen zusätzlich eine Verkalkung bzw. Verknöcherung am knöchernen Achillessehnenansatz am fersenbein vor, so muss die Achillessehne abgesetzt und mit einem modernen 4-Anker-System (Achillo-Speed-Bridge) refixiert werden.

In diesem Fall erfolgt die Nachbehandlung in einem speziellen Stiefel in Spitzfußstellung mit sukzessiver Verringerung des Winkels bis zur 8. Woche nach der Operation. Dann ist das Tragen eines Konfektionsschuhes wieder erlaubt. Für die Tragedauer des Stiefels muß jedoch konsequent die Thromboseprophylaxe mit niedermolekularem Heparin durchgeführt werden !

Ihr Ansprechpartner
Dr. med. Thomas Lowatscheff
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