Konservative Therapien

› Frakturen ohne operative Behandlung

Bei der Reposition muss der Knochenbruch durch geeignete Maßnahmen in eine möglichst exakt anatomiegerechte Stellung verbracht werden. Dies muss zeitnah nach dem Unfall geschehen, weil bei grob fehlgestellten Frakturen die Begleitschäden schnell verschlimmern. Manchmal genügt dazu ein einfacher Zug in der Längsachse um die Knochen wieder aufeinander auszurichten.

 

Der reponierte Knochenbruch muss daran gehindert werden, nachträglich wieder aus der gewünschten anatomiegerechten Stellung abzuweichen. So reicht beispielsweise bei wenig verschobenen Oberarmkopfbrüchen das Anwickeln des Armes an den Körper, gebrochene Zehen werden einfach mit einem Pflasterstreifen an den Nachbarn befestigt. Häufig werden Gipsverbände eingesetzt. Frakturen werden heute neben dem klassischen Weißgipsen zunehmend auch mit Kunststoffverbänden behandelt.

 

Verschiedene Verletzungen bedürfen aufgrund der fehlenden Funktionsbeeinträchtigung nach spontaner Ausheilung keiner oder nur unspezifischer und symptomatischer Behandlung, zum Beispiel durch Schmerzmittel und Bewegung.

Chirotherapie

Bei der Chirotherapie, auch Manuelle Medizin, werden eingeschränkt bewegliche Gelenke mobilisierend oder manipulativ behandelt. Durch eine kurze und schnell durchgeführte Bewegung mit wenig Kraftaufwand wird die Beweglichkeit wiederhergestellt.